Noch ein Familiendrama: "So viele Jahre liebe ich Dich"
Der Augenaufschlag der Kristin Scott Thomas ist einfach bezaubernd. Wie nur wenige Schauspielerinnen ihrer Generation versteht sie es meisterhaft, einer von ihr interpretierten Figur ein Geheimnis zu geben.
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Am Abend des 21. November wurde die 14. Regensburger Kurzfilmwoche eröffnet
Szene aus "Tontaube" des tschechischen Regisseurs Miloš Tomić
Der Arbeitskreis Film Regensburg e.V. veranstaltet auch in diesem Herbst wieder die jährliche Regensburger Kurzfilmwoche. Dass das Festival inzwischen bereits in die 14. Runde geht, mit stetig wachsenden Beitrags- und Besucherzahlen, belegt die seltsame Diskrepanz zwischen dem häuslichen Medienkonsum einerseits und dem angebotsorientierten "Weggehkonsum".
Kurzfilme haben minimale Einschaltquoten und führen selbst innerhalb des Programms von "arte" die Rolle eines Mauerblümchens. Auch der
Koppelungsparagraph 20 des Filmfördergesetzes
, der den gemeinsamen Verleih von mit öffentlichen Geldern geförderte Spielfilme festschreibt, wird ignoriert wegen Kostensenkung und zwecks Erhöhung der Werbeeinnahmen. Ob die im September auf der Filmkunstmesse Leipzig vorgestellte Initiative "Kurzfilm als Vorfilm im Kino", die auf eine Umverteilung der Fördergelder hinausläuft, Erfolg haben wird, darf zumindest bezweifelt werden.
Aber anscheinend darf's zumindest einmal im Jahr auch mal ein Kurzfilmprogramm sein. Saß man in so mancher "Alltagsvorstellung" der Kurzfilmkinos selbst zur "Prime Time" schon mit zwei, drei anderen im Saal, so kann man sich in den nächsten Tagen bei einigen Programmen zu den letzten zwei, drei Polstersitzen durchdrücken. Beim gestrigen Eröffnungsprogramm war mir die Schlange um 21 Uhr zu lang, so dass ich den Besuch auf die weniger überfüllte Wiederholungsvorstellung um 22:30 Uhr verschoben habe.
Am Abend des 21. November wurde die 14. Regensburger Kurzfilmwoche eröffnet
Gewiss trägt der Status Regensburgs als Universitäts-, also Studierendenstadt zum auch kommerziellen Gelingen bei - sofern man bei nur 38 Prozent Eigenfinanzierung aus Eintrittsgeldern und Anzeigenerlösen von kommerziellem Gelingen sprechen mag. Der Restbedarf des rund 120 Tsd. Euro teuren Festivals wird zu drei Fünfteln über Sponsorengelder und zu zwei Fünfteln aus der öffentlichen Hand getragen. Denn auch Studenten gucken selten Kurzfilme oder Alexander Kluges dctp, auch Studentinnen gucken Tatort, Bond oder den neuesten Groß-Kino-Schinken von Ang Lee, und auch Student/innen (und Filmkritiker/innen) dürften nur von einer verschwindend kleinen Menge der Mitwirkenden an den rund 3.500 eingereichten Kurzfilmen aus aller Welt - ein neuer Kurzfilmwochen-Rekord - bislang etwas gehört oder gesehen haben.
Das Festivalkomitee hat daraus im Verlauf des Sommers 111 Filme für die drei Wettbewerbsprogramme für aktuelle internationale, deutsche bzw. regionale Produktionen ausgewählt. Insgesamt sind Preisgelder in einem Gesamtvolumen von 12.833 Euro ausgelobt.
Für das Eröffnungsprogramm wurden sieben Produktionen aus den Wettbewerben sowie aus einigen Sonderprogrammen ausgewählt, deren Themen andeuten, wieviel breiter das Spektrum des Festivals und der "globalen" Kurzfilmproduktion ist im Vergleich zum doch sehr engen Horizont der geläufigen Kinoprogramme - breiter auch als das Spektrum der Veranstaltungskinos, der Filmgalerie im Leeren Beutel, dem Wintergarten im Andreasstadel und dem Ostentorkino. Kommenden Donnerstag wird das Spektakel vorbei sein, die Filme werden wieder länger und der Horizont enger.
Das Eröffnungsprogramm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche: Stimmungsbild in Einzelkritiken
Am Eröffnungsabend der 14. Regensburger Kurzfilmwoche zeigten die Veranstalter unter Programmleiter Makus Prasse einen Querschnitt durch das Festivalprogramm. mehr...
Erster Film des Eröffnungsprogramms und mit ihm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche war eine bayerische Produktion aus dem Regionalfenster: Heißer Kaffee des Steinachers Alexander Haßkerl mehr...
Der siebte und letzte Film im Eröffnungsprogramm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche war der einzige Animationsfilm: "The Man With The Beautiful Eyes" des Briten Jonathan Hodgson aus dem Sonderprogramm "Literatur", basierend auf einem Gedicht von Charles Bukowski. mehr...
Großbritannien 2007, 35 mm-1:2,35 (CS), Farbe, 14 min, OF
Der fünfte Film im Eröffnungsprogramm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche war der ausgesprochen gut gelungene Kurzspielfilm Soft des Briten Simon Ellis. mehr...
Filmmatinée mit zwei Arbeiten des mit dem Studenten-Oscar prämierten Nachwuchsregisseurs Toke Hebbeln
Fest etabliert hat sich bei der Regensburger Kurzfilmwoche eine dem Hauptsponsor, der BMW AG Regensburg gewidmete Sonntagsmatinée. Dieses Jahr wurde in diesem "Programm des Geldgebers", passend, ein mit (Preis-)Geldern überhäufter, weil auf technisch sehr hohem Niveau arbeitender junger Regisseur mit zwei Filmen vorgestellt: Toke Constantin Hebbeln, Jahrgang 1978 und frischgebackener Absolvent des Studiengangs "Regie/Szenischer Film" an der Filmakademie Baden-Württemberg. mehr...