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Von Christian Vogl  |  22.11.2007  | Netzcode: 1180199
Regensburg

Medienkonsum zu Hause und auswärts

Am Abend des 21. November wurde die 14. Regensburger Kurzfilmwoche eröffnet

Tontauben Tomic
Szene aus "Tontaube" des tschechischen Regisseurs Miloš Tomić
Der Arbeitskreis Film Regensburg e.V. veranstaltet auch in diesem Herbst wieder die jährliche Regensburger Kurzfilmwoche. Dass das Festival inzwischen bereits in die 14. Runde geht, mit stetig wachsenden Beitrags- und Besucherzahlen, belegt die seltsame Diskrepanz zwischen dem häuslichen Medienkonsum einerseits und dem angebotsorientierten "Weggehkonsum".

Kurzfilme haben minimale Einschaltquoten und führen selbst innerhalb des Programms von "arte" die Rolle eines Mauerblümchens. Auch der Koppelungsparagraph 20 des Filmfördergesetzes , der den gemeinsamen Verleih von mit öffentlichen Geldern geförderte Spielfilme festschreibt, wird ignoriert wegen Kostensenkung und zwecks Erhöhung der Werbeeinnahmen. Ob die im September auf der Filmkunstmesse Leipzig vorgestellte Initiative "Kurzfilm als Vorfilm im Kino", die auf eine Umverteilung der Fördergelder hinausläuft, Erfolg haben wird, darf zumindest bezweifelt werden.

Aber anscheinend darf's zumindest einmal im Jahr auch mal ein Kurzfilmprogramm sein. Saß man in so mancher "Alltagsvorstellung" der Kurzfilmkinos selbst zur "Prime Time" schon mit zwei, drei anderen im Saal, so kann man sich in den nächsten Tagen bei einigen Programmen zu den letzten zwei, drei Polstersitzen durchdrücken. Beim gestrigen Eröffnungsprogramm war mir die Schlange um 21 Uhr zu lang, so dass ich den Besuch auf die weniger überfüllte Wiederholungsvorstellung um 22:30 Uhr verschoben habe.

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