(AFP)
HINTERGRUND: Von Adolf Eichmann bis Saddam Hussein
Weltweit gesuchte und gefasste Schwerverbrecher
|
|
| Eichmann © AFP / |
ADOLF EICHMANN
Nach mehrjährigen Ermittlungen fand der israelische Geheimdienst den früheren SS-Obersturmbannführer Eichmann 1960 im argentinischen Buenos Aires. Zwei Jahre später wurde der Hauptverantwortliche für die Deportation der europäischen Juden in Vernichtungslager in Israel verurteilt und gehängt.
ERNESTO CHE GUEVARA
Der kubanische Revolutionär geriet 1967 in die Fänge der bolivianischen Armee und wurde von ihr getötet. Zuvor wurde er von Sicherheitskräften aus ganz Südamerika sowie dem US-Auslandsgeheimdienst CIA gejagt, nachdem er 1965 Kuba verließ, um die Revolution auch in anderen Teilen der Erde anzustoßen.
KLAUS BARBIE
Der nationalsozialistische Kriegsverbrecher konnte erst 1987 in Frankreich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden. Jahrzehntelang versteckte sich der frühere Gestapo-Verantwortliche von Lyon unter einer falschen Identität in Bolivien. Die dortige Militärregierung schützte ihn auch nach seiner Entdeckung 1971 durch das Nazijäger-Ehepaar Klarsfeld. Erst 1983 wurde er festgenommen und an Frankreich ausgeliefert. Barbie starb 1991 in Haft.
CARLOS
Der einst meistgesuchte Terrorist der Welt, Ilich Ramirez Sanchez, genannt Carlos, war 20 Jahre auf der Flucht, bevor er 1994 im Sudan festgenommen und dann in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. In den 70er und 80er Jahren war der Venezolaner an zahlreichen Attentaten in Europa beteiligt.
ABU NIDAL
Der militante Palästinenser und erbitterte Gegner von Palästinenserpräsident Jassir Arafat soll mit seiner Extremistengruppe Fatah-Revolutionärer Rat in den 70er und 80er Jahren vor allem in Europa zahlreiche Anschläge verübt haben. Nach irakischen Angaben beging er 2002 in Bagdad Selbstmord.
SADDAM HUSSEIN
US-Soldaten entdeckten den früheren irakischen Machthaber 2003 in einem Versteck in Tikrit im Nordirak, acht Monate nach seinem Machtverlust. Wegen Mordes an 148 schiitischen Dorfbewohnern wurde er am 30. Dezember 2006 gehängt.
© 2008 AFP

versenden
drucken
Leserbrief




















