23.07.2008, 18:17 Uhr
(AFP)
Obama betont besondere Beziehung zwischen USA und Israel
"Unerschütterliches Bekenntnis zur Sicherheit Israels"
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Obama und Peres (l.) © AFP / Jonathan Nackstrand |
Der
designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten,
Barack Obama, hat während seines Besuchs in Israel die
besondere Beziehung seines Landes mit dem Staat im Nahen
Osten unterstrichen. "Ich bringe hier ein
unerschütterliches Bekenntnis zur Sicherheit
Israels", sagte Obama bei einem Treffen mit der
israelischen Außenministerin Zipi Livni in Sderot. Um
eine atomare Aufrüstung im Iran zu verhindern,
versprach er "lebhafte diplomatische Anstrengungen".
Auch für den Nahost-Friedensprozess wolle er sich im
Falle seiner Wahl engagieren. Obama traf während seines
Nahost-Aufenthalts zahlreiche israelische und
palästinensische Politiker.
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Obama in Jad Vaschem © AFP / Gali Tibbon |
Bereits
nach seiner Ankunft auf dem Ben-Gurion-Flughafen sagte
Obama, vor allem gehe es ihm um die "historische und
einzigartige Beziehung" zwischen Israel und den
Vereinigten Staaten. Diese könne "nicht
zerstört werden". Während einer
Pressekonferenz in der israelischen Stadt Sderot, die
regelmäßig von Palästinensern aus dem
Gazastreifen beschossen wird, wiederholte Obama sein
Versprechen, Atomwaffen im Iran verhindern zu wollen.
"Ein Iran mit Atomwaffen wäre eine ernsthafte
Bedrohung", sagte er. Dies gelte nicht nur für den
Nahen Osten, sondern für die ganze Welt.
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Obama und Abbas (v.r.) © AFP / David Furst |
Im Falle seiner Wahl als US-Präsident im November werde
er sich schnell für einen Friedensschluss im Nahen
Osten einsetzen, sagte Obama in Sderot weiter. Er werde
"nicht einige Jahre" oder bis zu einer zweiten
Amtszeit warten, um den Friedensprozess voranzubringen.
Derzeit bestünden Chancen, die genutzt werden
müssten, sagte Obama. Der US-Politiker stellte sich
zudem hinter die israelische Regierung, die direkte
Gespräche mit der radikalen
Palästinenserorganisation Hamas ablehnt. "Es ist
schwer für Israel mit einer Gruppe zu verhandeln, die
dessen Existenzrecht nicht anerkennt."
Gleichzeitig sprach Obama sich erneut für Jerusalem als
künftige Hauptstadt Israels aus. Allerdings sei diese
Frage abhängig von einem endgültigen
Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern.
Vergangenen Monat hatte Obama die Palästinenser
verärgert, als er sich für Jerusalem als
"ungeteilte" Hauptstadt Israels aussprach. Die
palästinensische Seite beansprucht Jerusalems
arabischen Ostteil als Hauptsstadt des zugesagten
künftigen Palästinenserstaats.
A Obama
will am Donnerstag weiter nach Deutschland reisen, wo er
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister
Frank-Walter Steinmeier (SPD) treffen sowie eine Rede an der
Siegessäule halten will.
© 2008 AFP