(AFP)
DGB und Verbraucherschützer kritisieren höhere Bahnpreise
Auch Westerwelle fordert Einschreiten des Bundes
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| Kundin im Bahn-Reisezentrum © DDP/AFP / Marcus Brandt |
DGB und Verbraucherschützer warnten dem Zeitungsbericht zufolge, die Bahn verringere durch die Preiserhöhung ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Flugzeugen und Autos und gefährde das verkehrspolitische Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Hier sei der Bund gefordert. "Er muss seine Verpflichtung zur Daseinsvorsorge weiterhin wahrnehmen", hieß es demnach in der Stellungnahme. Es bestehe die Gefahr, dass dies durch die geplante Bahnprivatisierung wesentlich erschwert werde. Der Bund dürfe sich nicht auf die Haltung zurückziehen, Preiserhöhungen seien allein eine wirtschaftliche Entscheidung der Bahn.
Westerwelle kritisierte, die Bahn leiste sich als Monopolist "Frechheiten" wie die, eine Bedienungsgebühr am Schalter zu verlangen. Die Bürger seien die Getäuschten und Betrogenen, da sie nicht zwischen verschiedenen Anbietern auswählen könnten, sondern einem Monopolisten ausgeliefert seien. "Ich fordere die Bundesregierung auf - sie ist Vertreterin des Alleineigentümers - dieses unverschämte, bürokratische Abkassieren zu stoppen", sagte der FDP-Chef: "Dass sie eingreift, halte ich für eine schlichte Selbstverständlichkeit."
Die Deutsche Bahn will zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember die Preise im Schnitt um 3,9 Prozent erhöhen sowie neue Zuschläge erheben. Dann sollen auch beim Verkauf von normalen Fahrkarten am Schalter oder über das Telefon Servicegebühren in Höhe von 2,50 Euro pro Fahrschein fällig werden.
© 2008 AFP
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