(AFP)
Gefahren um Asse sind Politikern offenbar lange bekannt
"Focus": Gutachten 15 Jahre unter Verschluss gehalten
|
|
| Asse II © DDP/AFP / Jochen Luebke |
|
|
| Atomare Endlager in Deutschland © AFP / |
Mit Blick auf Gorleben berichtet der "Spiegel" von einem unveröffentlichten Strategiepapier der Unionsfraktion. Darin fordere Fraktionsvize Katharina Reiche (CDU), Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) solle "unverzüglich" das Erkundungsmoratorium für Gorleben aufgeben. Die von Gabriel favorisierte Suche nach Alternativen werde mindestens eine Milliarde Euro kosten. Werde der Salzstock Gorleben als Endlagerstätte aufgegeben, könnten die Energieversorger Regressforderungen in Milliardenhöhe an den Bund stellen.
Die Grünen im niedersächsischen Landtag forderten unterdessen die SPD auf, einem U-Ausschuss zum Fall Asse zuzustimmen und damit zugleich Gerüchte über einen "Kuhhandel" mit der Union zu entkräften. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verwies Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel auf Hinweise, wonach die CDU/FDP-Landesregierung der SPD für den Betreiberwechsel beim Atommülllager Asse angeblich den Verzicht auf einen U-Ausschuss des Landtages abgerungen habe.
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in dieser Woche die Verantwortung für Asse vom bisherigen Betreiber, der Helmholtz-Gesellschaft übernommen. "Mit der Einrichtung eines Untersuchungsausschusses kann die SPD Gerüchten über einen solchen Deal den Boden entziehen", sagte Wenzel.
© 2008 AFP
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.

versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren





























