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Von Franz Witt  |  04.04.2006  | Netzcode: 10862879
Weiden

Maries Falten und die Gesichter einer Zeitung

Ein gemütliches Kaffeehaus und die unglaublichen Purzelbäume der Geschichte, die in vier Jahrzehnten die Welt bewegten

Weiden. "Geh' Fräulein, sans doch so nett und bringens mir ein Haferl Kaffee!" Und die adrette junge Frau im engen, schwarzen Rock, der weißen Bluse und dem weißen, spitzenumsäumten Servierschürzerl lacht mich an und meint, keck wie immer: "Freilich, der Herr!"

cafe
Zeitung & Kaffeehaus - die Mischung passt. Denn was wäre ein Haferl Melange ohne die passende Lektüre in angenehmer Umgebung. Bild: dpa
Das Fräulein hieß Marie. Hatte eine gute Figur und feuerrote Haare, im Nacken zum Pferdeschwanz gebunden.

Marie war nicht unschuldig daran, dass das Kaffeehaus ihrer Chefin mich immer öfter sah, zum zweiten Frühstück am späten Vormittag, quasi zum In-den-Tag-hineinkommen, wenn du schon einmal in der Redaktion vorbeigeschaut hast. Es war zu Beginn der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. "Mensch, Leute, wie ist die Zeit vergangen", denke ich mir jetzt beim Schreiben. Marie ist inzwischen Mama von zwei Kindern und bereitet sich drauf vor, mit ihren 50 Jahren Schwiegermutter zuwerden. Und ich ...

Was haben wir erlebt



Ich blicke auf ein ungeheuer aufregendes Redakteursleben zurück. "Leute, was haben wir in den letzten drei Jahrzehnten alles erleben dürfen!" Mehr, mehr, viel mehr als jede andere Generation vor uns. John F. Kennedy wurde am 22. November 1963 in Dallas erschossen. Ein Schock für uns Deutsche, hatte der US-Präsident doch im Schatten der kurz vorher errichteten Berliner Mauer jenen legendären Satz auf deutsch gesagt: "Ich bin ein Berliner". Nicht nur für die Menschen in der geteilten Stadt wurde er zum Hoffnungsträger. Der Kalte Krieg spaltete die Welt in zwei Blöcke, die sich argwöhnisch gegenseitig belauerten.

Im August 1968 walzten Truppen des Warschauer Pakts den "Prager Frühling" nieder. Plötzlich röhrten russische Panzer drohend hinter dem Hügel bei Rozvadov, das wir Roßhaupt nennen. Und wir hörten am Grenzübergang bei Waidhaus, wie nahe wir dem Warschauer Pakt waren. Dann die Mondlandung der Apollo 11 und der berühmt gewordene Satz von Neil Armstrong, als er am 21. Juli 1969 als erster Mensch um 3.56 Uhr unserer Zeit den Mond betrat: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit".

Schließlich Johannes Paul II., der als Kardinal aus Krakau zum Konklave angereist war und am 16.Oktober 1978 zum Papst wurde, der aus dem Osten kam. Mit ihm drehte sich die Welt plötzlich wie nicht mehr um sich selbst. Der letzte sowjetische Präsident Michail Gorbatschow, seine Schlagworte von Glasnost und Perestroika - Durchlässigkeit und Umgestaltung.

Die friedliche Revolution im Osten unseres Vaterlandes, Gorbatschows Satz zu DDR-Staatschef Erich Honecker beim 40-jährigen Jubiläum des Arbeiter- und Bauernstaates: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Dann die Einheit in Recht und Freiheit am 3. Oktober 1990. Ihren Anfang hatte sie am 9.November 1989 mit der Maueröffnung in Berlin genommen.

Zurück zu Marie, Sie wissen, die adrette junge Frau im engen, schwarzen Rock, der weißen Bluse und dem weißen, spitzenumsäumten Servierschürzerl. Sie bringt mir also Anfang der 70er Jahre das Haferl Kaffee - andere würden sagen: ein Kännchen - ordentlich auf einem silbernen Tablett mit dem kleinen Kännchen Milch und zwei Packerl Würfelzucker. Ich sag': "Dank' Dir,Marie". Und sie, die etwas jünger ist wie ich, lächelt ihr unvergessliches Lächeln. Dann schlag' ich meine Zeitung auf. Damit beginnt mein Ausflug aus der Hektik des Alltags.

Zauber des Kaffeehauses



Denn es hat so einen Zauber, wenn sie im Kaffeehaus sitzen und dies Bündel von Zeitungsblättern öffnen: Sie verstecken sich nicht hinter den Seiten, sondern sie blicken in eine andere Welt. Und alle Leute akzeptieren das. Sie bauen sich eine Oase und sind doch mitten drin im Leben. Damals, da hat es noch kein Handy gegeben. Mein Chef hätte mich also höchstens per Festnetz erreichen können. Und das hätte mir Marie dann mit einem Lächeln gesagt: "Franz, der Katzenberger will dich sprechen." Aber das ist so gut wie nie passiert.

Geleimte Artikel



In diesem Kaffeehaus habe ich auch die Nachricht nochmals gelesen, die meine Kollegen aus der politischen Redaktion abends zuvor ins Blatt rücken mussten: Die fehlgeschlagene Befreiung der israelischen Olympiamannschaft1972inFürstenfeldbruck. Keine gute Nachricht, schon gleich kein schöner Tag. Nicht nur Deutschland trägt Trauerflor.

Und Marie und ich, wir sprechen darüber, ob die so fröhlich begonnenen Olympischen Spiele in München überhaupt fortgesetzt werden sollen. Damals, da haben wir in der Redaktion noch die vielen Meldungen aus dem Fernschreiber zu einem Artikel zusammengeschnippelt. Haben sie zusammengeklebt, ergänzt durch eigene Übergänge. Da haben wir mit dem Kugelschreiber Sätze gestrichen und Übergänge mit einem langen, geschwungenen "S" verbunden.

Dann noch markieren: den fetten Vorspann und die Zwischentitel. Zuletzt musste noch ein Überschriftenzettel über das Manuskript. Schriftgrad und Spaltenbreite wurden eingetragen. Und wenn die Überschrift nicht ganz reinpasste, musste eben der Schriftsetzer dein Missgeschick ausbügeln. Im Verlagshaus in Weiden gingen dann die Damen, die dir deine Nachrichten vom Fernschreiber ins Körbchen legten, rundherum, brachten die neuen Meldungen, sammelten die bearbeiteten Artikel ein und gaben sie beispielsweise dem Beer-Hans.

Der Hans war Rentner. Und auf seinem Radl brachte er die gesammelten Artikel stündlich vom Verlagshaus in der Weidener Ringstraße runter zum Druckzentrum in den Naabwiesen. Und dort packte er die Korrekturfahnen in seine Aktentasche und fuhr sie am - noch längst nicht asphaltierten Naabwiesen-Parkplatz - vorbei wieder in die Redaktion in der Ringstraße. Dort wurde am Abend ausgeschnitten: vom großen Artikel bis zu den kleinen, zweizeiligen Vereinsnachrichten für die Anschlagsäule. Und die ganzen Fitzerln und Bitzerln musstest du dann auf eine leere Zeitungsseite kleben. Dafür stand ein großer Leimtopf auf dem Schreibtisch. Irgendein Gurkenglas, aufgefüllt mit Knochenleim und Wasser und einem Pinsel, wie ihn auch Maler benutzten. Millimetergenau ging das nie. Manchmal fehlten auf einer Seite sogar Zentimeter. Aber das machte nichts, weil unten in der Druckerei ja die Metteure standen. Die konnten mit ein paar Bleistreifen dazwischen einen Artikel ganz schön "austreiben", wie wir sagten.

Umgekehrt freilich auch ein paar Absatzfreiräume rausnehmen. Und wenn gar nichts mehr half, gab es ja die kostenlosen Anzeigen wie die heute noch legendäre des Tierschutzbundes: "Füttert die hungernden Vögel". Immerhin einspaltig und drei Zentimeter hoch. Da ließ sich so einiges korrigieren. Die Leute da unten, zu Beginn der 70er Jahre, das waren wirkliche Zauberer, die das vielleicht zu großzügige Augenmaß eines Redakteurs ganz schnell korrigierten. Am nächsten Tag war der Artikel in der Zeitung. Und morgen, wenn heute schon wieder gestern war, störte sich keiner mehr dran. Denn er war ja informiert. Und das ist immer - auch heute - das Wichtigste.

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Diese ebenso nette wie hübsche Bedienung könnte Marie sein. Ist sie aber nicht. Trotzdem hat unsere Fotografin in einem Weidener Caf© genau jene Atmosphäre eingefangen, die vor drei Jahrzehnten im beschriebenen Kaffeehaus geherrscht haben muss. Hier serviert Brigitte charmant ein Kännchen Kaffee und die Zeitung vom Tag: Maria genießt es sichtlich. (Bild: Karin Wilck )

Morgen schon Altpapier



Als ich mich zum Einstellungsgespräch bis zum Chefredakteur durchgeboxt hatte, da sagte mir der: "Klar, Sie wollen schreiben. Das tun wir alle. Aber, können Sie sich auch damit abfinden, dass ihr Artikel, den sie gestern abgefasst haben, schon morgen nur noch Altpapier ist?" Ich hab' "Ja" gesagt. Und wusste doch nicht, was es wirklich bedeutet. Denn eigentlich wollte ich für die Ewigkeit schreiben. Irgendwann. Als 21-Jähriger. Irgendwo hat mein verdienter Chefredakteur sicherlich Recht.

Schauen Sie beim Discounter heute doch in die Tiefkühltruhe. Joghurt, Butter, Wurst haben ein Verfallsdatum von einer Woche oder gar einem Monat. Doch nichts ist so langweilig, wie die Zeitung von gestern. Aber du kannst als Redakteur Gedanken in die Gehirne der Menschen pflanzen. Irgendwas, das weiter wirkt als heute und morgen. Anstoß geben, über ein Problem nachzudenken, statt sich die Schlagzeile des Massenblatts mit den vier großen Buchstaben als Meinung zu eigen zu machen. Gerade in Kommentaren.

Da, wo der Redakteur seine Meinung zu einem Thema äußert. Egal, ob über den Erschließungsbeitrag auf dem Dorf oder zur großen Politik. "Marie, weißt Du jetzt, warum ich so gerne hier arbeite? Ein Priester erreicht mit seiner Predigt je nach Pfarrei zwischen Hundert und Zweitausend Zuhörer. Nur wenn ich über - sagen wir mal - die Stellung der Frau schreibe, lesen bestimmt ein Drittel der Leser den Kommentar. Ich kann all denen Ansatzpunkte geben, darüber nachzudenken. Das sind viel, viel mehr als selbst im Regensburger Dom."

Inzwischen hat sich viel geändert. Nicht mein Kaffeehaus, denn diese Insel in unserer immer hektischeren Welt ist mir geblieben. Trotz Internet und Handy. Aber die Menschen werden hineingezwungen in das Immerschneller und auch Immer-schneller-Informationen-verarbeiten. Was herauskommt ist eine Gesellschaft, die bei vielen der Privatsender verführt wird, sich mit angeblichen Alltagsproblemen, die meist mit Sex & Crime zu tun haben, auf plattestem Niveau zu befassen. Ohne zu hinterfragen.

Dabei wäre gerade dies das Wichtigste - auch in einer Zeit wie der unseren. Gerade dann, wenn Aktionismus die Ohnmacht von Politikern demaskieren könnte: Seuchenschleusen auf dem Rügendamm gegen die Vogelgrippe. Martialisch von der Bundeswehr aufgebaut. Das zeigt doch Entschlossenheit unserer Politiker gepaart mit Tatkraft! Warum errichtet man diese Schleusen so fernsehwirksam, wenn Wildvögel die Tierseuche längst auf das deutsche Festland getragen haben?

Frage immer "Warum?"



Ein Lehrer, und er war noch gar nicht so erfahren, hat mir kurz vor dem Abitur am Humanistischen Gymnasium gesagt: "Du wirst viel vergessen, was Du hier gelernt hast. Macht nichts. Aber versäume es nie, zu fragen: Warum? Warum tut der eine oder andere das? Warum muss das so sein sollen, wie es Dir einer glauben machen will? Denn als Abiturient kannst Du selber denken, Dir Deine Meinung bilden." Die Sätze dieses Lehrers habe ich nicht vergessen, aber viele mathematische Formeln, lateinische und griechische Vokabeln. Und der Ratschlag hat mir viel geholfen. In den Jahrzehnten bei der Zeitung. Bei den Artikeln. Vor allem den Kommentaren.

Marie, Marie mit deinen feuerroten Haaren: Als die DDR-Bürger über die ungarische Grenze nach Österreich strömten, der Stacheldraht des Eisernen Vorhanges sich öffnete, damals Ende der 80er Jahre, als die Kolonne der Reisebusse mit den Brüdern und Schwestern aus dem anderen Teil Deutschlands - so formulierten es doch unsere West-Politiker allzu gerne - über Passau einreisten in die Bundesrepublik, in diesen Tagen standest du plötzlich mit zwei Gläsern Sekt auf deinem kleinen Serviertablett vor mir. Das Haferl Kaffee hattest du mir längst schon gebracht. Ich weiß es noch wie heute. Die aufgeschlagene Zeitung legte ich fragend beiseite: "Marie, was ist denn jetzt passiert?" Und du sagtest: "Franz, ich werde wieder Mama!" Und da haben wir die ganze Politik rund um den Erdball vergessen, und die ganze Welt drehte sich für dich und mich eine Viertelstunde nur um dein Glück.

Der langeWeg zumLeser



In diesen historischen - nicht wegen Maries Schwangerschaft - Wochen und Monaten kannten wir in der Zeitung keine Uhr. Wenig später sagte der unvergessene Willy Brandt, es werde zusammenwachsen, was zusammengehört. Und auch wir rückten enger zusammen. Die Kollegen in der Technik, die inzwischen unsere am Computer erstellten Artikel auf Fotopapier ausdruckten, ausschnitten und auf die Seite klebten.

Bleisatz, Schriftsetzer und Gutenbergs schwarze Zunft waren von der Technik überholt worden. Nicht ausgelöscht aber war der Geist des Redakteurs, der seine Worte, Sätze und Artikel freilich nur dann unter die Leute bringen kann, wenn all die Rädchen ineinander greifen: Die Metteure in der Technik, die eine Seite erst zusammenfügen, die draußen, die sie belichten und weitergeben an die Meister in der Rotation, standen gewaltigen Druckmaschinen. Und, Bleisatz hin oder Computer her: Ihre Zeitung läge am Morgen nicht im Briefkasten, würden nicht die Packerinnen bis in die tiefe Nacht die Zeitungen bündeln und raus zu den Spediteuren bringen, die sie bei jedem Wetter - ob Schnee und Eis oder Regen und Nebel - zu den Trägerinnen fahren.

All denen war die Zeit in diesen geschichtsträchtigen Tagen, die zur deutschen Einheit führten, egal. Warten auf die druckfrischen Zeitungen - egal. Wir waren alle begeistert. Und manchmal trafen wir uns sogar, in den Stunden, in denen der Morgen graute. Und wir klopften uns auf die Schulter, weil wir alle wussten: Es sind gute Nachrichten, jene der vergangenen Nacht, die wir den Lesern zum Frühstück präsentieren konnten.

Oft wurde in diesen geschichtsträchtigen Tagen das Kaffeehaus zum Diskussions-Club. Nicht Marie, sondern ich stand im Mittelpunkt des Interesses. Und wollte es doch nicht. Aber jeder glaubte damals, wir Journalisten würden die Lage besser einschätzen, könnten quasi aus dem Kaffeesatz lesen, welche Ereignisse der nächste Tag, die folgende Woche oder der kommende Monat bringen werde. Damals, da kehrte Hektik in die Oase der Ruhe ein. Die Zeitung stand im Mittelpunkt und die Leute, die sie machten.

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Obwohl die Aufnahme erst gute 30 Jahre alt ist, hat Zeitungmachen heute nichts mehr mit den Maschinen aus den 70er Jahren zu tun. Dabei war das damals Stand der Technik: Unsere Schriftsetzer wie Adolf Pausch (links) und Richard Dobner an Setzmaschinen. (Bild: Egon Grasser)
Das war so schön für mich. So eine Nähe zu den Lesern gab es nicht mehr - bis zu einem Tag, der nochweit in der Zukunft lag. Doch, ich erzähle Ihnen gleich davon. "Ich habe Euch gesucht. Jetzt seid ihr zu mir gekommen." Auch wenn sich herausstellte, dass die letzten Worte des großen Papstes Johannes Paul II. nicht seine letzten Worte auf dem Sterbebett waren: Diese Tage nach Ostern wurden im Jahr 2005 zur Karwoche für den 84-jährigen Papst aus Polen. Johannes Paul II. hat wesentlich dazu beigetragen, die Welt umzukrempeln. Karol Wojtyla hat in seinem 22-jährigen Pontifikat wesentlichen Anteil, dass der Eiserne Vorhang fiel, der Ostblock zusammenbrach, der Kommunismus Insolvenz anmelden musste.

Die Welt litt während des Todeskampfes von Johannes Paul II.. Am 2. April 2005 schloss er für immer die Augen. Wieder einmal fühlten wir - wie unsere Leser - den Pulsschlag der Geschichte. Zu dieser Zeit bauten wir die Seiten in der Redaktion mit Hilfe der neuesten Technik fast schon alleine, vom Schreibtisch aus. Artikel platzieren, Bildformate aussuchen, Motive suchen - alles zu einem Ganzen zusammenfügen, das sofortbelichtet und auf die Druckmaschinen gebracht werden kann. Nur so war es möglich in einer Welt, die immer ein Schneller, Schneller, Schneller forderte, Schritt zuhalten. Die Spiele in der Champions League - nur ein Beispiel - sind meist im Blatt. Auch, wenn sie erst acht, neun Stunden vor dem Frühstück unser Leser abgepfiffen wurden.

"Wir sind Papst": Es war die Schlagzeile der "Bild" am20. April 2005.Wir titelten: "Ein Bayer auf dem Stuhl Petri: Ratzinger ist Benedikt XVI.". Beide Schlagzeilen beschrieben dasselbe. Und auf den Papst aus Deutschland, der plötzlich so anders ist als er als strenger Präfekt der Glaubenskongregation sein musste, richten sich so viele Hoffnungen. Dieses Jahr besucht er Bayern. Und selbstverständlich werden Sie, unsere Leser so aktuell es irgendwie geht, informiert. In Konferenzen werden Redakteure und die Kollegen in der Technik beratschlagen, wie wir das alles am Besten auf die Reihe kriegen.

Hast Recht, Marie!



P.S.: Marie, sie hat inzwischen aufgehört zu arbeiten, kümmert sich um Mann und zwei Kinder. Wir trafen uns zuletzt vor ungefähr vier Monaten in ihrem früheren Kaffeehaus, feierten ihren 50.Geburtstag nach. Schließlich hat das "Fräulein, sans doch so nett und bringens mir a Haferl Kaffee" ein halbes Leben irgendwie mit mir verbracht. Haferln Kaffee und später zwei Gläser Sekt brachten andere Bedienungen an diesem Tag. Älter geworden sind wir beide. Miteinander. Und darum nahm mir Marie auch nicht krumm, dass ich meinte: "Du hast Falten gekriegt, Marie." Denn sie konterte gekonnt: "Ja, Franz, aber mir hilft eine Gesichtscreme die Spuren der Zeit zu mildern. Ihr in eurer Zeitung braucht immer eine Schönheitsoperation, wenn ihr glaubt euer Blatt schaut zu alt aus." Hast Recht, Marie!

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