Leipzig
Auch Frustration will gelernt sein
Eltern können Kinder schließlich nicht vor jeder Enttäuschung bewahren
"So merken die Kinder, dass sie zum Leben dazugehören", sagt Margitta Krupp von der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Stadt Leipzig. So können etwa ein nicht erfüllter Geburtstags- oder Weihnachtswunsch auf spätere Enttäuschungen, die zum Beispiel in der Grundschule erlebt werden, vorbereiten. Kommt es zu einer Enttäuschung - wird das Kind zum Beispiel nicht zum Klassensprecher gewählt - ist es für das Mädchen oder den Jungen vor allem wichtig zu sehen, dass seine Eltern es trotzdem lieben, erklärte die Expertin. Ablenkmanöver von der erlebten Enttäuschung sind laut Krupp nur bedingt zu empfehlen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Eltern mit ihren Kindern als Alternative ein Eis essen gehen.
"Dann aber aus dem Grund, dass sie sich etwa besonders darüber gefreut haben, wie sehr sich ihr Kind angestrengt hat - auch wenn es sein Ziel zu gewinnen, nicht erreichen konnte." Die Bewertungen anderer sollten aber nicht infrage gestellt werden. Dass Kinder hin und wieder mit leichten und auch schweren Enttäuschungen konfrontiert werden, lässt sich nicht vermeiden. Wichtig sei, sich an diese Situation zu gewöhnen. Außerdem komme es vor allem darauf an, wie Eltern damit umgehen: "Erklären ist immer wichtig".
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