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Aufbruch ins "gelobte Land"
Siedler erhofften sich im Westen von Amerika ein besseres und leichteres Leben
300 Kilogramm Mehl, 80 Liter Sirup, Fässer mit Speck, etwas Kaffee, Werkzeug und vielleicht eine Geige - ungefähr so sieht die Packliste aus. Sie gehört amerikanischen Siedlern. Das sind Menschen, die etwa ab dem Jahr 1840 eine gefährliche Reise antreten.
Dort soll es viel Land geben, das noch nicht von weißen Siedlern besetzt und verteilt ist. Bei den Siedlern machen wilde Geschichten die Runde, wie es dort im Westen aussehen mag. "Da fließen Milch und Honig und gebratene Schweine laufen mit Messer und Gabel im Rücken herum", heißt es etwa.
Traum vom Paradies
Das ist natürlich übertrieben, aber viele glauben: Der Westen ist ein Paradies. Sie träumen davon, dort ein besseres Leben zu führen. Vor allem lockt sie die Aussicht auf eigenes Land.
Ab 1862 gibt es in Amerika dafür sogar ein Gesetz. Demnach können Siedler im Westen eine bestimmte Menge Land bekommen - viel Land. Aber es gibt Bedingungen: Die Leute müssen ein Haus bauen und das Land mindestens fünf Jahre nutzen.
Mit diesem Ziel vor Augen reisen etliche Siedler in Karawanen mit bepackten Planwagen, gezogen von Ochsen, in den Westen. In den sogenannten Trecks sind oft Hunderte Menschen unterwegs, auch viele Kinder.
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