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Fahrbericht BMW 125i Cabrio
Kleiner Feiner
mit Stoff-Kapuze
Leidenschaftliche Cabrio Fahrer kennen diese Tage im Herbst: Strahlender Sonnenschein, aber nur wenige Grad über Null. Das Dach schreit: "Reiß mich auf", die Stirnhöhlen mahnen zum Geschlossenfahren. Völlig zu Unrecht, wie der - natürlich offene - Trip mit dem 1er Cabrio von BMW zeigt. Fenster nach oben, Windschott rein, Sitzheizung an und Heizung auf Cabrio-Mode, und schon herrscht im Wageninneren ein Klima wie im Juni am Gardasee. Dieser BMW ist ein echtes Ganz-Jahres-Cabrio. Das weiß natürlich nicht jeder, und so erntet man an der Ampel schon das eine oder andere mitleidige Grinsen. Damit muss man leben. Gang rein und weg.
Unser Testwagen wird vom nach wie vor fabelhaften BMW-Reihensechszylinder angetrieben, der hier im 125i Cabrio 218 PS mobilisiert. Das ist genug für alle Fahrsituationen. Wer dem - dann durstigen - Cabrio die Sporen gibt, bemerkt, dass er nichts bemerkt: kein Verwinden, kein Klappern, kein Ausbrechen, wohl aber das kurvengierige Übersteuern des Hecktrieblers, dessen Grenzbereich auf normalen Straßen nur mit Übermut und bei ausgeschaltetem Schleuderschutz zu erreichen ist. Es mag altmodisch klingen, aber die Tatsache, dass der 1er ein Stoffverdeck trägt, erhebt ihn in unseren Augen über das nur mit Klappdach erhältliche 3er Cabrio. Letzteres sieht geschlossen aus wie ein Coupé, der 1er wird schon auf den ersten Blick immer als Cabriolet erkennbar sein. Freilich bietet er deutlich weniger Platz als der große Bruder, wirkt dafür aber sympathischer, weniger pompös. Ein Offen-Flitzer für Singles und Paare, die ab und an ein bis zwei Kinder mitnehmen möchten - mehr kann und will das 1er Cabrio nicht sein.
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