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Von Berthold Zeitler  |  16.09.2008  | Netzcode: 1536433

Der MiTo für das Alfabet

Nach 25 Jahren Abstinenz kommt der Sportwagen in der Kompaktklasse

Er hat zwar keine Vergangenheit, aber man sagt ihm eine große Zukunft voraus: MiTo. Der sportliche Lifestyle-Flitzer rollt am 27. September in die Showrooms der Alfa-Händler. Und will zu Preisen ab 14 700 Euro "Mini&Co" das Leben schwer machen.

Ein Vierteljahrhundert nach der Einstellung des legendären Alfasud bestellt die Fiat-Tochter wieder das Feld der Kleinwagen, das heute ebenso sportlich wie nobel aufgestellt ist. Der etwas holprige Name steht für "Milano", also Mailand, wo das Centro Stile die attraktive Form fand, und "Torino", also Turin, wo das jüngste Kind von Alfa Romeo gebaut wird. Ob nun auch "Mythos" assoziiert werden kann oder auch das englische "Me too" (übersetzt so viel wie "Auch für mich") sei mal dahin gestellt. Der MiTo ist jedenfalls ein ungemein gefälliges Auto, für das die Italiener sogar ein neues "Alfabet" erfunden haben, das sich mit seinen Piktogrammen international selbst erklärt und im Internet zu allerlei Spielen animiert.

Der MiTo ist der erste Alfa, der die Designsprache des 8C Competizione aufgreift. Das Sportmodell der Extraklasse stand Pate für die muskulöse Erscheinung, die dicke Schnauze, die eleganten Fenster, die langgezogene Haube mit den treuherzigen Kulleraugen und den knackigen Hintern mit den LED-befeuerten runden Heckleuchten.

Der Innenraum gefällt. Die Materialien wirken hochwertig, nicht nur mit den Augen, sondern - vor allem im Carbon-Look - auch mit den Händen. Sozusagen ein echter Wohlfühlfaktor. Die Sitze sind bequem, bieten ausreichend Seitenhalt und lassen sich weit verstellen. Die Instrumente sind klar gezeichnet und gut ablesbar, Schalter und Knöpfe liegen gut zur Hand. Eine Besonderheit ist der so genannte "DNA"-Schalter, mit dem sich der Charakter des Fahrzeugs individuellen Wünschen anpassen lässt. Von "dynamisch" über "nomal" bis zu "All-Wetter". Je nach Modus verändern sich Gasannahme, Brems- und ESP-Eingriff, gibt sich der Alfa sanft oder bissig. Alle Versionen verfügen über Stoßdämpfer, bei denen so genannte Gegendruckfedern in Kurven die Wankneigung eliminieren sollen.

Technisch basiert der MiTo auf dem Grande Punto der Konzernmutter Fiat. Von dem übernimmt er auch die Motoren. 70 Prozent der Käufer werden sich nach Schätzungen von Alfa Romeo für den sportlichen Turbo entscheiden. Leise, stark und sparsam der Diesel. Geschaltet wird mit einem präzisen Sechsgang-Getriebe, ein sportliches Doppelkupplungsgetriebe kommt Mitte nächsten Jahres.

In Sachen Sicherheit zeigt sich der Neue "en vogue": sieben Airbags, aktive Kopfstützen vorne, Stabilitätskontrolle, Antriebsschlupfregelung, Gurtkraftbegrenzer, Assistenten für Bremsen und Lenkung und jede Menge anderer elektronische Heinzelmännchen unterstützen den Fahrer in schwierigen Situationen.

Preislich beginnt der Einstieg in die Welt von Alfa zukünftig also bei 14 750 Euro. Mit etwas stärkeren Motoren, einem der Sport- oder Komfort-Pakete und dem einen oder anderen Griff in die Liste der Wünsche lassen sich schnell aber auch 10 000 Euro mehr auf der Rechnung finden.

Weitere Informationen im Internet:

www.oberpfalznetz.de, Netzcode 51536432

Der MiTo in voller Aktion: www.mitoclip.com


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