Kuba auf eigene Faust erleben
Mehr Privatquartiere auf der Insel
In Kuba ist in den vergangenen Jahren neben der Zahl der Hotelzimmer auch die der Privatquartiere für Touristen gewachsen. "Natürlich legen wir auch großen Wert auf Individualtouristen", sagte Kubas Vize-Tourismusministerin María Elena López Reyes. Inzwischen biete das Land weit mehr als 10 000 für ausländische Gäste lizenzierte Zimmer in kubanischen Familien. Sie werden "Casa particular" genannt.
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| Die Schönheiten Kubas kennenlernen - auch Individualreisenden bieten sich hierfür zunehmend Möglichkeiten. |
2007 gab es nach Angaben der Vizeministerin knapp 50 000 Hotelzimmer der Touristenklasse in Kuba. "Wir hoffen, dass wir im Laufe dieses Jahres über 50 000 kommen." 63 Hotels würden von ausländischen Gesellschaften gemanagt, etwa 25 von der spanischen Kette Sol Meliá.
Bei den weltweiten Ankünften habe es in diesem Jahr von Januar bis Juli ein Plus von 14 Prozent gegeben, sagte die Vizeministerin. Kuba registrierte 2007 insgesamt etwa 2,122 Millionen Touristen. Die Kanadier stellten dabei mit 600 000 Gästen die größte Gruppe. Zurück ging zuletzt die Zahl der Gäste aus Deutschland: 2006 registrierte das Ministerium rund 114 000, im Jahr 2007 dann nur noch 104 000.
Kuba ist auch für viele Bürger der USA eine Reise wert. "Etwa 40 000 bis 50 000 Besucher aus den USA reisen jährlich auf unsere Insel", sagte López Reyes. Davon würden viele als klassische Urlauber zum Beispiel über Cancun in Mexiko oder Jamaika nach Havanna und in andere Destinationen Kubas fliegen. Die Einreisezahlen aus den USA seien jedoch rückläufig: Vor einigen Jahren seien es "noch pro Jahr etwa 80 000 Gäste aus den Vereinigten Staaten gewesen". Grund für den Rückgang seien die Sanktionen der USA im Reiseverkehr. Offiziell veröffentlicht Kubas Tourismusministerium keine Einreisezahlen aus den USA, nennt auf Anfrage aber von Zeit zu Zeit ungefähre Zahlen.
Hintergrund der Entwicklung ist, dass die USA vor einigen Jahren die Bedingungen für Verwandtenbesuche in Kuba verschärft haben. Reine Touristenreisen auf die Zuckerinsel gestattet die US-Regierung ohnehin nicht. Tausende US-Bürger fliegen jedoch von anderen Ländern aus nach Kuba ein. Die Behörden an den Flughäfen drücken keine
Stempel in US-Pässe, so dass es bei Kontrollen bei der Wiedereinreise in die USA über ein Drittland keine Hinweise auf die Visite gibt. Rum oder Zigarren aus Kuba sollten Reisende jedoch nicht im Gepäck haben.

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