Thema 1: "Fotos ohne Tempolimit"
Wir suchen Bewegung in allen Variationen - Auch Unschärfe als "gewollter Fehler" im Bild ist gefragt
Schon der Titel unseres diesjährigen "Blende"-Themas "Fotos ohne Tempolimit" klingt nach fotografischen Grenzerfahrungen. Und in der Tat sind vermeintliche Tabubrüche einkalkuliert. Es geht um Bewegung im Bild, und die lässt sich manchmal besonders gut darstellen, wenn man die sonst erstrebenswerte Schärfe in den Hintergrund rückt und seinem Motiv eine Portion Unschärfe verpasst. Nur Mut! Und "Bitte anschnallen!" zum schnellsten Thema der "Blende 2008". Suchen Sie die Herausforderung und den Wettstreit, auch wenn es unser Thema mächtig in sich hat. Bewegung gehört zum Leben und umgibt uns überall: Draußen ist am auffälligsten das Verkehrsgetümmel von Autos, aber auch Inline-Skater oder Steppkes auf Dreirädern. Die Natur steht bei genauem Hinsehen selten still: Bäume wiegen sich im Wind, Wasser kommt in Rinnsalen, Bächen und Ozeanen nie zur Ruhe, das Federvieh flitzt wie im sprichwörtlichen Hühnerhaufen umher. In der Wohnung lässt ein Lufthauch das Mobile tanzen, und das Omelett des Hobbykochs macht einen Salto über der Pfanne. Bewegung ist relativ. Meist saust das Objekt an der Kamera vorbei. Das kann ein Motorradfahrer sein, der Flügel einer Windmühle oder die Katze im Sprung. Genauso gut kann sich aber die Kamera bewegen. Hier ist experimentieren angesagt: Probieren sie aus, welche spannenden Effekte sich ergeben, wenn man aus dem Fenster des Zuges fotografiert. Oder den Vordermann im Kettenkarussell samt Budenstadt, an der er vorbeifliegt. Ein besonderer Reiz bei Aufnahmen mit gewollter Bewegungsunschärfe sind scharfe Motivteile. Die bringen Leben ins Bild und machen anschaulich, wer sich wohin bewegt.Kommentare
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