"Toto ist ein Teil von mir"
Trotz der Erfolge mit der Band: Steve Lukather macht sein Solo-Ding
Der 50-jährige Kalifornier fing schon als kleiner Knirps mit dem Gitarrespielen an. Im Alter von 19 Jahren gründete er mit seinen Highschool-Kumpels David Paich und Jeff Porcaro die Band Toto, deren Chef er bis heute ist. Als bezahlter Session-Gitarrist ist er zudem auf mehreren Hundert Alben anderer Künstler zu hören, die bekanntesten dürften Michael Jackson, Michael Bolton. Don Henley, Elton John, Joni Mitchell, Randy Newman, Cher und Jackson Browne sein.
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| Stolzer Vater, Gitarrist, Songwriter, Sänger: Steve Lukather. (Bilder: Frontiers) |
Obwohl er mit Toto noch immer auf der mittlerweile fast zwei Jahre dauernden "Falling In Between"-Tour ist, nahm sich Steve Lukather in Japan Zeit, unsere Fragen zu beantworten.
Steve, wenn man dein neues Album mit den anderen drei vergleicht, dann merkt man, dass es sicher das abwechslungsreichste bisher ist. Gleichzeitig ist das aktuelle Toto-Album ebenfalls das progressivste der Band. Würdest du sagen, dass deine Entwicklung als Solo-Künstler mit der deiner Band gekoppelt ist?
Lukather: Oh, ich mache einfach, was ich mache - ohne mir da tiefer gehende Gedanken zu machen. Ich versuche, mein Bestes zu geben, das ist alles. "Everchanging Times" ist ein Schnappschuss davon, was ich derzeit bin, und von den großartigen Leuten, mit denen ich arbeiten darf. Ich bin Randy Goodrum und Steve MacMillan, den beiden Produzenten, unglaublich dankbar, dass sie aus dem Album so etwas Tolles gemacht haben. Die Besten der Besten haben mir geholfen, das macht mich stolz, und ich fühle mich geehrt.
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| Steve Lukather. |
Lukather: Ja, meine Kids waren auch an der Produktion des Albums beteiligt: Trevor, der auch Gitarre spielt, hat ein Paar klasse Riffs und jugendliche Ideen beigesteuert. Tina ist beim Backing-Gesang zu hören. Ich bin ein stolzer Vater, wirklich wahr.
Du hast auf all deinen Alben immer Songs gehabt, die "toto-artig" klingen - Absicht oder Zufall?
Lukather: Da mache ich mir keine Gedanken. Ich bin ein Teil von Toto, Toto ist Teil von mir. Ich bin eben was ich bin, haha!
Mit dem Song "Stab In The Back" hast Du eine wunderbare Hommage an Steely Dan auf deinem neuen Album - ist das ähnlich gedacht wie die Cover-Version von Elvis Costellos "Watching The Detectives" auf dem Toto-Album "Through The Looking Glass"?
Lukather: Ganz und gar nicht: Elvis wollte ich nur verarschen, weil er uns hasst - aber ich liebe seine Songs, also war das ein Spaß, was soll's? Aber Steely Dan? Das ist meine Lieblingsband Nummer zwei, gleich nach den Beatles. "Stab In The Back" ist also eher als Tribut gedacht: Die Musik von Walter Becker und Donald Fagen war der Soundtrack meiner Highschool-Jahre, ich liebe und respektiere die beiden einfach. So sehr, dass ich schon immer Gitarrist bei Steely Dan werden wollte - naja, viel näher werde ich wohl nicht mehr kommen. Ich hoffe, sie hören den Song und mögen ihn, wer weiß?
Wie geht's weiter mit deinen Solo-Aktivitäten?
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Und zum Schluss etwas, das deinen Blutdruck steigen lassen wird: Was sagst Du dazu, dass Sony mit der "Collection-Box" nun zum x-ten Mal den Toto-Katalog wiederkäut?
Lukather: Wir haben keine Kontrolle darüber. Schade, dass sie sich nicht so ins Zeug gelegt haben, als wir noch Künstler auf ihrem Label waren. Nach 1988 behielten sie uns zwar unter Vertrag, warfen uns aber gleichzeitig den Wölfen zum Fraß vor - sie haben uns so gut verarscht wie es nur ging. Ein Paar coole Leute bei Sony mochten uns ja, aber die Anzugträger hassten uns einfach. Tja, aber wir sind immer noch da. Es sind die Menschen, die unsere Musik mögen, die uns am Leben halten. God bless you all!
Offizielle Website: www.stevelukather.net
Video zur Single "Ever Changing Times"
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